Opa zögerte nicht. „Wenn es Konsequenzen gibt, trägt er die Verantwortung – nicht Claire.“
Marks Stimme sank zu einem verzweifelten Flüstern. „Bitte… lass mich das einfach regeln.“
Endlich sah ich ihm in die Augen. Zum ersten Mal sah ich nicht meinen Mann. Ich sah jemanden, der die Gier über seine eigene Familie gestellt hatte.
„Ich brauche Zeit“, sagte ich bestimmt. „Und ich brauche Abstand. Du kommst heute nicht mit. Ich muss meine Tochter davor schützen … vor dir.“
Mark trat vor, doch Opa stellte sich sofort stumm und unnachgiebig zwischen uns.
„Sie werden von nun an nur noch über die Anwälte sprechen“, sagte Opa kalt.
Marks Gesicht verzog sich, aber ich empfand kein Mitleid. Nicht mehr.
Ich packte meine wenigen Habseligkeiten zusammen – ein paar Kleidungsstücke, die Babydecke, eine kleine Tasche mit dem Nötigsten. Opa meinte, alles andere könne ersetzt werden.
Als wir den Raum verließen, vermischten sich Trauer und Stärke in mir. Mein Herz fühlte sich verletzt an – aber zum ersten Mal seit Jahren hatte ich auch das Gefühl, dass es wirklich mir gehörte.
Als wir in die kalte Luft hinaustraten, merkte ich, dass ich wieder frei atmen konnte.