Die Natrium-Kalium-Pumpe
Diese Pumpe birgt einige interessante Eigenschaften. Es verbraucht etwa 30 bis 40 Prozent der gesamten Energie, die dieser Zelle zugeführt wird. Wenn aber die Pumpe ausfällt, wie bei uns zu Hause, als die Pumpe kaputtging, stand unser Keller etwa 30 Zentimeter unter Wasser. Wenn die Pumpe in Ihrem Körper ausfällt, sammelt sich viel Flüssigkeit außerhalb der Zellen an. Dies nennt man interstitielle Flüssigkeitsretention.
Glykation und Blutzucker
Was in Ihren unteren Knöcheln tatsächlich passiert, ist, dass Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch ist. Der gesamte Zucker bindet sich an das Blutprotein Hämoglobin. Dieser Vorgang wird als Glykation bezeichnet. Dieser Begriff wird im Zusammenhang mit dem HbA1c-Test verwendet, der misst, wie viel Zucker sich an Ihr Blutprotein gebunden hat, und einen Durchschnittswert über etwa drei Monate liefert, da rote Blutkörperchen etwa drei Monate leben.
Sobald sich dieser Zucker an das Blutprotein gebunden hat, löst er sich nicht mehr. Es lagert sich dauerhaft an, bis die Blutzelle abstirbt. Je mehr Zucker man isst, desto mehr Zucker lagert sich an dieses Protein an, bis es seine Funktion verliert. Diesen Vorgang nennt man Glykation. Die wichtigste Erkenntnis ist: Zuckerkonsum zerstört die Fähigkeit der Blutzellen, Nährstoffe und Sauerstoff zu transportieren. Das glykierte Proteinmolekül verstopft nun die Blutgefäße, was zu Durchblutungsstörungen und Blutansammlungen in den unteren Körperregionen führt und Schwellungen verursacht.
Die Rolle von Natrium und Kalium
Dies schädigt auch die Innenwände der Arterien und führt zu einem Austritt von Flüssigkeit aus den Zellen. Die Flüssigkeit, die sich normalerweise in den Gefäßen befindet, kann nun austreten. Ein weiterer Effekt von hohem Zuckerkonsum ist die Natriumretention. Hinzu kommt, dass sich das Mineral Kalium im Zucker bindet. Wo Natrium hingeht, geht auch Wasser hin. Mit der Zeit kann dies die Nerven in den Fußsohlen beeinträchtigen und zu Taubheitsgefühl und Kribbeln führen, der sogenannten peripheren Neuropathie.
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Ja, wenn man Diabetiker betrachtet, sieht man oft viel Flüssigkeit in den Knöcheln. Aber auch Menschen, die weder Diabetiker noch Prädiabetiker sind, aber in diese Richtung tendieren, leiden unter Wassereinlagerungen.
Wichtige Nährstoffe zur Behandlung von Ödemen
Es gibt ein sehr wichtiges Vitamin, das hier Abhilfe schafft, aber auch zwei weitere Mineralstoffe, die Sie über Ihre Ernährung aufnehmen sollten. Der offensichtlichste ist Kalium. Das Problem mit Kalium ist, dass es nicht einfach ist, es über die Nahrung aufzunehmen, da wir so viel davon benötigen. Der durchschnittliche Mensch benötigt 4.700 Milligramm. Stellen Sie sich das vor: Eine Banane enthält etwa 300 Milligramm. Wie oft passen 300 in 4.700? Sie müssten täglich 15,6 Bananen essen, um Ihren Kaliumbedarf zu decken. Das ist jedoch schwierig und enthält viel Zucker.
Stattdessen sind Avocados, mehr Salate und vor allem mehr Früchte wie Beeren eine bessere Wahl. Aus diesen Quellen lässt sich reichlich Kalium gewinnen.
Das Mineral Magnesium ist für die Bildung von ATP, dem Energieträger des Körpers, unerlässlich. Magnesiummangel kann zwar zu Krämpfen führen, aber auch zu Energielosigkeit.
Magnesiumquellen
Um Ihren Magnesiumbedarf zu decken, sollten Sie mehr Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne sowie grünes Blattgemüse verzehren. Sie benötigen keine 4.700 Milligramm Kalium, sondern etwa 420 Milligramm Magnesium. Beides lässt sich auch über ein hochwertiges Elektrolytpulver aufnehmen. Achten Sie dabei auf Qualität und vermeiden Sie versteckte Zucker.
Die Bedeutung von Vitamin B1
Damit ist die Pumpe wieder funktionsfähig. Die eigentliche Ursache für den Pumpenausfall ist jedoch ein Vitamin-B1-Mangel. Wenn Sie Zucker zu sich nehmen, muss dieser im Körper in kleinere Zuckermoleküle, die Glukose, aufgespalten werden. Anschließend muss die Glukose in die Mitochondrien gelangen, um dort in Energie umgewandelt zu werden. Damit dieser Stoffwechselschritt von einem Schritt zum nächsten erfolgen kann, benötigt das kleine Enzym Transketolase Vitamin B1. Bei einem Mangel kann der Körper es nicht zur Energiegewinnung nutzen.
Die Hauptursache für einen B1-Mangel ist der übermäßige Konsum von raffinierten Kohlenhydraten. Wenn man beispielsweise viel raffinierten Zucker ohne ausreichend Vitamin B1 zu sich nimmt, muss der Körper auf seine Reserven in verschiedenen Geweben, Organen und Drüsen zurückgreifen. Dies führt schließlich zu einem Mangel. B1 ist auch als Antioxidans zum Schutz der Nerven sehr wichtig. Ein Mangel an B1 kann daher zu peripherer Neuropathie führen, die sich durch Kribbeln, Taubheitsgefühl und Brennen an den Fußsohlen äußert.
B1 ist also entscheidend für den Kohlenhydratstoffwechsel und schützt den Körper vor den Folgen der Kohlenhydratverwertung. Mit Schutz meine ich den Schutz vor Glykation – der Anlagerung von Zucker an Proteine. B1 verhindert diese Anlagerung, sodass die Blutzellen nicht geschädigt werden und eine gute Durchblutung gewährleistet ist. Sobald sich der Zucker an ein Protein gebunden hat, ist er dauerhaft gebunden. Es geht nicht ab.
Fazit
Magnesium, Kalium und Vitamin B1 helfen bei geschwollenen Knöcheln. Zusätzlich sollten Sie Zucker aus Ihrer Ernährung streichen, denn sobald Sie wieder raffinierte Kohlenhydrate zu sich nehmen, kehren die Schwellungen zurück.