Das Frühstück verwandelte sich in einen Albtraum, sobald ich mich weigerte

Ryan drehte sich zu mir um. „Du hast die Polizei gerufen? Beim Kaffeetrinken?“

Die Worte waren so jämmerlich, dass ich beinahe lachen musste.

„Wegen Körperverletzung“, sagte ich. „Und Bedrohungen. Und versuchter Nötigung.“

Sein Gesichtsausdruck veränderte sich – nicht vor Schuldgefühlen, sondern vor Berechnung. Er musterte den Raum und überlegte, welche seiner Rollen am besten ankommen würde: die des wütenden Ehemanns, die des charmanten oder die des missverstandenen. Er hatte alle drei schon einmal gespielt.

Nicole erholte sich als Erste. „Emily, das ist doch Wahnsinn! Wir hatten doch nur einen Familienstreit.“

„Nein“, sagte ich. „Du hast versucht, mich mit Verstärkung auszurauben.“

Beamter Daniels überflog den Bericht. „Die Dame hat heute Morgen in der Notaufnahme Verletzungen dokumentiert. Es wurden Fotos gemacht. Eine Aussage wurde zu Protokoll gegeben.“

Ryans Kiefer verkrampfte sich. „Du baust hier so ein Drama draus, weil du emotional bist.“

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