„Manchmal sind Ehepartner kompatible Spender.“
Ich habe Daniel gar nicht erst angesehen.
„Ich werde es tun“, sagte ich.
Daniel wandte sich sofort mir zu.
„Grace, nein. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob du überhaupt infrage kommst.“
„Dann teste mich doch“, sagte ich.
Und das taten sie.
Die darauffolgenden Wochen waren geprägt von Bluttests, Scans, Krankenhausbesuchen und Papierkram.
Später fragten mich die Leute, ob ich gezögert hätte.
Ich nicht.
Ich sah zu, wie der Mann, den ich liebte, langsam vor meinen Augen verschwand. Ich sah, wie unsere Kinder Fragen flüsterten, von denen sie glaubten, ich könnte sie nicht hören.
„Stirbt Papa?“
Ich hätte ihm alles gegeben.
Als das Krankenhaus schließlich anrief und mitteilte, dass ich als Match in Frage käme, weinte Daniel.
Im Auto hielt er mein Gesicht mit beiden Händen fest, als wäre ich etwas Zerbrechliches.
„Ich verdiene dich nicht“, flüsterte er.
Damals dachte ich, das sei die Liebe, die da spricht.
Jetzt merke ich… es war die Wahrheit.
Der Morgen der Operation war kalt und hell.