In der Nacht vor seinem Studienabschluss fand mein Vater ein Baby in seinem Fahrradkorb – 18 Jahre später tauchte die Frau, die es ausgesetzt hatte, bei meiner Abschlussfeier auf.

Er bemerkte das Gewicht fast gar nicht.

„Das ist das Zweite“, sagte er dann immer und hielt an dieser Stelle inne. „Ich wäre beinahe an meinem Leben vorbeigefahren.“

Der Korb vorne an seinem Fahrrad war nichts Ungewöhnliches. Er benutzte ihn für Einkäufe, Werkzeug und manchmal Bücher. Doch in jener Nacht enthielt er etwas anderes.

Zuerst dachte er, es sei eine Tasche – jemandes vergessene Habseligkeiten, durchnässt und ausgeleiert. Er verlangsamte seine Schritte und blinzelte durch den Regen. Die Straße war leer. Keine Schritte, keine Stimmen. Nur das unaufhörliche Prasseln des Wassers auf dem Asphalt.

Dann bewegte es sich.