Ein Baby, kaum ein paar Tage alt, in eine abgetragene Decke gewickelt, die längst aufgegeben hatte, trocken zu bleiben. Mein Gesicht war verzogen, meine kleinen Fäustchen geballt, meine Schreie schwach, aber eindringlich.
„Ich erinnere mich, dass ich dachte“, sagte er, seine Stimme hier leiser, „dass du wütend aussahst. Als hättest du bereits beschlossen, dass die Welt dir eine Erklärung schuldet.“
Er blickte sich erneut um, diesmal dringlicher. Die Straße war immer noch leer. Der Regen schien nicht aufzuhören. Wer auch immer mich verlassen hatte, war fort.
Einen Moment lang zögerte er.
Nicht etwa, weil er mich nicht wollte – sondern weil er nicht wusste, wie er etwas so Plötzliches, so Gewaltiges begehren sollte.
Er war zweiundzwanzig Jahre alt und seine Zukunft hatte gerade erst begonnen, Gestalt anzunehmen. Er hatte Pläne. Kleine, sorgfältig ausgearbeitete Pläne, die keinen Raum für Überraschungen ließen, geschweige denn für ein Kind.