Ich kann das nicht länger halbherzig durchziehen. Ava wird älter. Sie fragt, warum du nicht bleibst. Ich weiß nicht mehr, was ich ihr sagen soll. Du musst dich entscheiden. Bitte zwing mich nicht dazu, sie allein großzuziehen, während du in dein normales Leben zurückkehrst.
C."
Ich habe ein weiteres geöffnet.
„Daniel,
Ich weiß, du denkst, du beschützt alle, aber du tust uns weh. Wenn du mich lieben würdest, würdest du nicht immer wieder zu ihr zurückkehren. Verlass sie. Sei bei uns. Ava hat das verdient. Bitte.
Die Buchstaben schwammen vor meinen Augen, während sich meine Sicht mit Tränen füllte.
Ich durchsuchte die Truhe erneut, bis ich eine in Daniels vertrauter Handschrift beschriebene fand.
Darin wandte er sich an eine Frau namens Caroline. Er schrieb, dass er mich und die Kinder nicht verlassen würde – dass er uns liebte. Er sagte auch, dass ihm Ava am Herzen liege und er sie weiterhin finanziell unterstützen werde, aber er könne Caroline nicht das Leben bieten, das sie sich wünschte.
Ich drückte den Brief an meine Brust.
Er hatte uns nicht verlassen.
Doch er hatte jeden einzelnen Tag mit einer Lüge gelebt.
Unter den Briefen befanden sich ausgedruckte Kontoauszüge – regelmäßige, monatliche Überweisungen, die sich über Jahre erstreckten.
Mir stockte der Atem.
Dann hob ich einen der Umschläge auf. Er sah genauso aus wie der, den ich in Calebs Matratze versteckt gefunden hatte.
„Claire,