Meine Familie holte mich aus dem Krankenhaus, bevor ich sicher gehen konnte, ignorierte jede Warnung der Ärzte,

Im Haus zeigten sie mir, wie man Möbel behandelt, die man nicht zerkratzen möchte. Meine Mutter stellte ein Glas Wasser auf den Küchentisch und deutete auf eine Papiertüte mit Crackern, Erkältungsmedikamenten und Dosensuppe. „Ruhe dich einfach aus“, sagte sie. „Wir sind in vier Tagen wieder da.“ Ich starrte sie an und wartete auf die Pointe. Sie kam nie.

Ich sagte ihnen, ich könne nicht allein gelassen werden. Ich sagte, mir werde schwindelig, sobald ich aufstehe. Ich sagte, wenn etwas schiefginge, würde ich es vielleicht nicht einmal bis zur Tür schaffen, geschweige denn fahren. Mein Bruder zuckte mit den Achseln und meinte, ich könne ja immer noch den Notruf wählen, wenn es mir „so schlecht“ ginge. Dann trug er seinen Koffer zum Auto.

Sie fuhren am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang ab. Ich erwachte, als die Haustür ins Schloss fiel, Reifen über den Kies knirschten und eine so vollkommene Stille herrschte, dass sie mir fast unheimlich vorkam. Mein Handy-Akku hatte nur noch neun Prozent. Mein Inhalator war fast leer. Im Kühlschrank befanden sich Gewürze, Bier und verdorbenes Obst. Ich versuchte aufzustehen und wäre beinahe zusammengebrochen.

Gegen Mittag lag ich auf den Küchenfliesen, atmete flach und kurz und starrte auf den Familienkalender, der noch immer an der Wand hing.

Während der ganzen Woche hatte meine Mutter mit blauem Filzstift ein einziges Wort in großen, fröhlichen Buchstaben geschrieben: URLAUB.

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